Stellungnahme kommunaler Richtplan

Im November/Dezember 2022 ist die Gesamt­re­vi­sion des kom­mu­na­len Richt­plans von Uster öffent­lich auf­ge­legt gewe­sen. Wir hal­ten es für einen ver­nünf­ti­gen Ansatz.

Doku­mente der Stadt Uster

Bei dem Richtplan-Teil SIED­LUNG unter­stüt­zen wir die grund­le­gen­den Anlie­gen, wel­che von der Wohn­bau­ge­nos­sen­schaft Uster ein­ge­reicht wur­den. Eine För­de­rung von preis­güns­ti­gem und gemein­nüt­zi­gem Woh­nungs­bau soll, wenn mög­lich, im Richt­plan ver­an­kert wer­den.

Der Richtplan-Teil BAU­TEN UND ANLA­GEN hat klare Ziele, die wir unter­stüt­zen, ins­be­son­dere die unter B3 für Bil­dung auf­ge­lis­te­ten. Schul­an­la­gen müs­sen unbe­dingt aus­rei­chend Raum haben und bedürf­nis­ge­recht sein. Raum dafür muss gesi­chert wer­den und die Mög­lich­keit auf­wei­sen, schuler­gän­zende Tages­struk­tu­ren anbie­ten zu kön­nen – dies wird mit die­sem Richt­plan sicher­ge­stellt.

Beim Richtplan-Teil MOBI­LIÄT begrüs­sen wir, dass eine aus­ge­wo­gene Hal­tung gegen­über allen Ver­kehrs­trä­gern wahr­ge­nom­men wird.
Für das Zen­trum süd­lich des Bahn­ho­fes wird im Ziel V2.12 fest­ge­hal­ten, dass eine aus­ge­wei­tete Fuss­gän­ger­zone in Uster exis­tie­ren soll (west­li­cher Teil Bank­strasse, Post­rasse, Webern­strasse und Gerichts­strasse). Das Ziel eines ver­kehrs­be­ru­hig­ten Stadt­zen­trums nach STEK wird so erreicht, auch wenn ver­passt wurde, einen visio­nä­ren Ansatz zu ver­fol­gen, mit einem auto­freien Zen­trum von der Bahn­hof­strasse über Zürich-Strasse bis Berchtold-Strasse.
Das unter dem Ziel V2 gleich fest­ge­legt wird, dass keine Kapa­zi­täts­er­hö­hung mehr statt­fin­det für den MIV, ist sehr wich­tig, wenn das Bevöl­ke­rungs­wachs­tum mit einer mehr­heit­li­chen Ver­dich­tung auf­ge­fan­gen wer­den soll. So wird hof­fent­lich ein noch grös­ser wer­den­des Ver­kehrs­chaos in der Stadt ver­mie­den.
Damit Aus­sen­wach­ten wei­ter attrak­tiv blei­ben, ist wei­ter­hin eine gute ÖV-Erschliessung not­wen­dig. Eine Erwei­te­rung des Bus­ho­fes nörd­lich des Bhf. und die in V5.7-5.9 genann­ten Bus­be­vor­zu­gungs­mass­nah­men hel­fen, Fahr­zei­ten zu ver­rin­gern. Es wurde rich­tig erkannt (V5.1-V5.3), dass auch neue Hal­te­stel­len not­wen­dig sind, um die ange­strebte ÖV-Güteklasse ein­zu­hal­ten.

Der Richtplan-Teil LAND­SCHAFT sagt klar, dass Uster sich als Stadt in der Land­schaft (L1) ent­wi­ckeln soll – hin­ter die­sem Ziel ste­hen wir. Stras­sen und Platz­räume sol­len hin­sicht­lich des Lokal­kli­mas umsich­tig ent­wi­ckelt wer­den. Erho­lungs­räume sol­len ver­bun­den wer­den für Fuss- und Velover­kehr. Die Wei­ter­ent­wick­lung des Aabachs als Erho­lungs­ge­biet sehen wir als zen­tra­les Ele­ment für die Bevöl­ke­rung. Die geplan­ten Revi­ta­li­sie­rungs­mass­nah­men (L5) sind auch gleich­zei­tig Pro­jekte für den Hoch­was­ser­schutz und so wird die­ser Raum bes­ser für Natur und Mensch.

Der kom­mu­nale Richt­plan ist ein umfang­rei­ches Werk und stellt die Wei­chen für die räum­li­che Ent­wick­lung von Uster in den nächs­ten Jah­ren. Eine aus­ge­wo­gene Lösung mit schritt­wei­ser Ent­wick­lung ist das Ziel. Nicht ein visio­nä­rer Ansatz, aber ein ver­nünf­ti­ger.