JA zum Film- und Medienförderungsgesetz

Die EVP unterstützt die kantonale Volksinitiative zur Einführung eines «Film- und Medienförderungsgesetzes». Dieses soll die Grundlage bilden, um das professionelle Film- und Medienschaffen im Kanton Zürich zu stärken. Die EVP will damit die Vielfalt der Kultur fördern.

Filmkultur ist nicht einer kleinen Elite vorbehalten – sondern Volkskultur im wahrsten Sinne des Wortes. Die EVP bekennt sich auch in ihrem Parteiprogramm als verlässliche Partnerin für eine breite Kulturförderung und unterstützt daher die Film- und Medienförderungsinitiative, weil Film und Medien dem kulturellen Bedürfnis einer grossen Bevölkerungsgruppe entspricht. Obwohl Zürich der Hotspot des Schweizer Filmschaffens ist, die audiovisuelle Branche rund 17'000 Beschäftigte in 2600 KMU’s umfasst und auch die ZHdK als eine der grössten Kunsthochschulen Europas in anerkannten entsprechenden Studiengängen Studierende ausbildet, besteht keine gesicherte gesetzliche Grundlage für die weitere Unterstützung der Filmbranche. Mit der Initiative soll daher die politische Gleichstellung von Oper, Theater und Film erreicht werden.

Im Gegensatz zur Oper, Theater und Tanz verfügt der Film und die Medienkunst über keine Stammhäuser und feste Infrastruktur mit «zwingenden» Verpflichtungen und gesetzlichen Grundlagen und sind daher bei Budgetkürzungen ein leichtes Sparopfer. Film- und Medienkunst sind eine innovative, flüchtige, kostenintensive, aber auch sehr verletzliche Kulturbranche, die bei uns ungenügend gefördert wird – so hat die Zürcher Filmstiftung jährlich nur 12 Mio. CHF zur Verfügung (wovon 4,6 Mio. CHF vom Kanton Zürich). Zum Vergleich: Frankreich gibt jährlich 700 Mio. Euro für die Filmförderung aus, in Deutschland investieren Bund und Länder 230 Mio. Euro (ohne EU-Fördermittel) und über 80 Länder unterstützen Filmproduktionen mit Fördermitteln und Steuererleichterungen in Milliardenhöhe. Dazu noch ein Beispiel: Der deutsche Film «Das Wunder von Bern» erhielt Fördermittel von insgesamt 7,4 Mio. Euro…

Nebst der klassischen Filmförderung soll mit der Initiative auch der digitalen Entwicklung mit interaktiven Formaten und Games Rechnung getragen und so eine wichtige Zukunftsbranche unterstützt werden. Konkret soll eine Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton Zürich und einer «Zürcher Film- und Medienstiftung» (eine Weiterentwicklung der bewährten Zürcher Filmstiftung) abgeschlossen werden. Zentrale Bestandteile dieser Leistungsvereinbarung sind die Entwicklung, Herstellung, Auswertung und Vermittlung künstlerisch wertvoller hochwertiger Werke. Die Stärkung der Film- und Medienbranche wirkt sich auch wirtschaftlich positiv aus – so lässt ein investierter Förderfranken das Vierfache an Wertschöpfung in den Kanton zurückfliessen; ein Grossteil davon ans hiesige Gewerbe, das von Film- und Medienproduktionen direkt profitiert.

Zur Förderung der Film- und Medienkultur braucht es ein kantonales Film- und Mediengesetz. Dieses ermöglicht eine zukunftsorientierte staatliche Film- und Medienförderung für unseren Kanton.

  • Für eine zukunftsorientierte staatliche Film- und Medienförderung für unseren Kanton
  • Für die Anerkennung und Förderung der Film- und Medienschaffenden
  • Für kantonale Investitionen in eine aktive und stetig wachsende Branche mit Zukunft
  • Für die Entwicklung, Herstellung, Auswertung und Vermittlung von hochwertigen audiovisuellen und interaktiven Kulturgütern
  • Für eine Stärkung des Film- und Medienstandortes Zürich, die auch zur Stärke des modernen Wirtschafts- und Lebensraumes beiträgt
  • Für eine breite Förderung von Spiel-, Dok-, Animations-, Kurzfilmen, interaktiven Spielen und neuen digitalen Medienformaten: Sie sollen neben Oper, Theater, Tanz und Literatur als gleichwertige Kunstsparten anerkannt werden

Die EVP des Kantons Zürich betont in ihrem Aktionsprogramm die «zentrale Rolle der Kultur für die Identität der Gesellschaft und die Integration ihrer Glieder» und sieht die Film- und Medienförderungsinitiative als wichtigen Beitrag für die Vielfalt der Kultur in unserem Kanton.

Parolen für 17. November 2019

Kommunal

JA zur Totalrevision der KEZO-Statuten