NEIN zum Hundegesetz

Hundekurse haben sich bewährt

Im Jahr 2008 stimmten rund 80 Prozent der Stimmberechtigten dem Hundegesetz und damit der Einführung obligatorischer Hundekurse zu. Das Gesetz war die Antwort auf tragische Vorfälle mit Hundebissen nach der Jahrtausendwende. Die Hundekurse haben sich bewährt. Das Ausbildungsobligatorium jetzt schon wieder abzuschaffen, ist nicht sinnvoll, zumal die Zahl der Bissverletzungen insgesamt, aber auch die Schwere der Verletzungen zurückgegangen ist. Hundekurse entfalten eine präventive Wirkung und wirken sich vorteilhaft auf das Wohlwollen der Gesellschaft gegenüber Hunden aus. Bei einer Evaluation des Veterinäramtes im Jahr 2016 gaben mehr als 60 Prozent der Hundehalterinnen und -halter an, dass sich ihr Verhalten zu ihren Hunden dank der Praxiskurse positiv verändert habe. 92 Prozent der befragten Zürcherinnen und Zürcher bewerteten das Hundekursobligatorium positiv, 53 Prozent beurteilten es sogar als «sehr gut». Lediglich 5 Prozent bezeichneten es als «eher schlecht» oder «sehr schlecht».

Der Zürcher Hundeverband, der Zürcher Tierschutz, die Gesellschaft Zürcher Tierärzte sowie die Schweizerische Kynologische Gesellschaft Sektion Zürich sprechen sich alle für eine Beibehaltung der Hundekurse aus. Damit bestätigen alle wichtigen Fachleute, dass sich die Kurse bewährt haben. Dass die Mehrheit des Kantonsrates die Kurse bereits nach 10 Jahren wieder abschaffen will, ignoriert den Volkswillen und die klare Meinung der Experten. Mit dem Referendum soll dies korrigiert werden.

 

Hundekurse braucht es im dichtbesiedelten urbanen Gebiet

Das Bevölkerungswachstum führt dazu, dass auch die Erholungsräume intensiver und vielfältiger genutzt werden. Der Raum ist eng, die Hektik und der gesellschaftliche Druck nehmen zu, Konflikte zwischen verschiedenen Nutzergruppen sind die logische Folge. Im Kanton Zürich sind rund 60'000 Hunde registriert, 6300 davon allein in der Stadt Zürich. Im Jahr 2016 wurden den Behörden im Kanton Zürich 703 Vorfälle zwischen Hunden und Menschen sowie 531 Vorfälle zwischen Hunden und ihren Artgenossen oder anderen Tieren gemeldet. Diese Zahlen sprechen eher für mehr und nicht für weniger Ausbildung für Hundehalterinnen und Hundehalter. Wer einen Hund erwirbt, soll auch in Zukunft zwingend über Grundkenntnisse der Hundehaltung verfügen. Die Hundebesitzenden müssen sich der Verantwortung bewusst werden, die sie mit der Haltung eines Hundes eingehen. Die Zahl der Hunde in unserem dichtbesiedelten Raum, insbesondere in den Städten und in der Agglomeration ist zu gross, als dass sich der Staat einfach aus der Verantwortung ziehen und die Entscheidung über den Besuch einer Ausbildung den Hundehalterinnen und -halter überlassen kann.

 

Hundekurse dienen der Sicherheit und dem Tierwohl

Hunde sind individuelle Lebewesen mit eigenem Charakter. Jeder Hund reagiert in bestimmten Situationen anders. In den Hundekursen geht es um das einzelne Tier, um Gehorsam, Hierarchie und Sozialisierung. Eine praktische Hundeausbildung nützt nicht nur der Gesellschaft, sondern auch den Tieren. Es macht deshalb Sinn, dass alle Hundebesitzenden die nötigen Grundkenntnisse über die Haltung und Führung ihres Hundes erwerben. Mit den Praxiskursen wird die Sicherheit im Umgang mit Hunden gestärkt und verbessert. Das fördert das Verständnis und das Vertrauen bei Begegnungen mit Hunden und ist ein wichtiger Beitrag zu Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft. Die komplette Aufhebung der Ausbildungspflicht wäre sowohl aus tierschützerischer als auch aus sicherheitspolitischer Sicht kontraproduktiv. An den Hundekursen ist festzuhalten und die EVP empfiehlt ein NEIN zur Vorlage.

Parolen für 10. Februar 2019

Kantonal

NEIN zum Hundegesetz

NEIN zum Wassergesetz

Eidgenössisch

JA zur Zersiedelungs-Initiative