13.09.2010 | Gemeinderat

Einführung Schulsozialarbeit an der Primarschule

Wichtiger als die Frage, ob es eine Schulsozialarbeit braucht, sind inzwischen Themen wie die Höhe des Kredits, der Beschäftigungsgrad und das zu wählende Führungsmodell.

Wie sich die Zeiten doch ändern. An der letzten Sitzung im Jahre 2003 hat der Gemeinderat einen Kredit für die Einführung der Schulsozialarbeit abgelehnt. Hauptargument für die Ablehnung war, dass der Stadtrat und die beiden Schulpflegen hätten aufzeigen müssen, dass die Einführung der Schulsozialarbeit kostenneutral sei, d.h. sie hätten mit Zahlen belegen müssen, dass die einzusparenden Kosten z.B. für vermeidbare Heimeinweisungen höher seien als die Ausgaben für die Löhne usw. der Schulsozialarbeiter/innen. Die gleiche Person, welche damals den Ausschlag gab für die Ablehnung ist heute Antragsteller. Und die Rechnung über Kosten und Nutzen – in Franken bezogen – fehlt immer noch. Aber diese fordert heute auch niemand. Denn es ist offenbar allen Beteiligten bewusst, dass es die Schulsozialarbeit braucht und vermutlich ist der Zeitpunkt auch nicht mehr so fern, dass der Kanton die Schulsozialarbeit vorschreiben wird und wir gar nicht mehr darüber diskutieren könnten, ob wir das wollen oder nicht.

 

Wenn sich nun – fast – alle einig sind, dass es die Schulsozialarbeit braucht, dann verschiebt sich die Diskussion auf andere Themen:

  • Wie hoch darf der Kredit sein (Volksabstimmung JA oder NEIN)?
  • Wie viele Anstellungs-% braucht es (man kann noch auf keine Erfahrungen zurückgreifen)?
  • Welches Führungsmodell ist für die Einführung die effizienteste Lösung?

Was ist der GLP/EVP-Fraktion wichtig?

  • Das Konzept muss so umgesetzt werden, dass eine Fusion der Schulsozialarbeit der Primarschule und der Sekundarstufe in drei 3 Jahren erfolgen kann. Unsere Fraktion hat sich sogar überlegt, das Konzept zurückzuweisen, weil die Fusion nicht schon von Anfang an erfolgt. Dass die Primarschulpflege die Zusammenführung als Legislaturziel (2010 – 2014) definiert hat, hat uns davon abgehalten, die Rückweisung zu beantragen.
  • Die Primarschule Uster hat 7 Schulanlagen, wobei die Schulhäuser und Kindergärten nicht immer am gleichen Standort sind. Wenn die Schulsozialarbeit gelingen soll, müssen die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter vor Ort auf dem Pausenplatz sein. Sie müssen das Vertrauen der Kinder haben, damit diese mit ihren Sorgen und Problemen auch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter aufsuchen. Wir erachten bereits die jetzt beantragten 300 Stellen-% als absolutes Minimalangebot.