24.09.2009 | Lokalpolitik

Gemeinderatsliste 2010 / Wechsel Parteipräsidium

Die EVP Uster hat an ihrer Parteiversammlung von 23. September einen neuen Präsidenten gewählt. Zum Auftakt der Stadt- und Gemeinderatswahlen 2010 haben die Mitglieder eine vollzählige Gemeinderatsliste verabschiedet und sich einstimmig für die Unterstützung der Stadtratskandidatur des grünliberalen Kantons- und Gemeinderats Benno Scherrer-Moser ausgesprochen. Auf eine eigene Stadtratskandidatur verzichtet die EVP.

Am vergangenen Mittwoch hat die EVP Uster ihre Mitglieder zur Parteiversammlung in die Baumschule der Familie Kunz an der Gschwaderstrasse eingeladen.
Die Mitglieder wählten den 35-jährigen Notar-Stellvertreter Philipp Widmer aus Uster zu ihrem neuen Präsidenten. Widmer ist seit kurzem Mitglied des Vorstandes. In der Funktion als Ortsparteipräsident löst er den ehemaligen Gemeinderat und Fraktionspräsidenten Christian Hardmeier ab, welcher der Partei seit 2006 vorstand und weiterhin im Vorstand mitarbeiten wird.
Die EVP tritt bei den Gemeinderatswahlen 2010 mit einer vollzähligen Liste an. Angeführt wird die Liste durch die beiden bisherigen Gemeinderäte Walter Meier und Peter Wüthrich. Die Partei beabsichtigt, in der neuen Legislatur wieder mit einer eigenen Fraktion im Gemeinderat vertreten zu sein und beschloss daher, zwei weitere Kandidaten kommuliert aufzustellen. Auf Platz drei kandidiert mit Rolf Rinderknecht ein in Uster nicht unbekannter. Der 56-jährige war vor seiner Anstellung als Gemeindeschreiber in Bassersdorf längere Zeit als Vorsteher der Abteilung Sicherheit in der Stadtverwaltung Uster tätig. Auf dem vierten Listenplatz kandidiert der 55-jährige Maschineningenieur Manfred Wider.
Einstimmig beschlossen die Mitglieder der EVP Uster die Unterstützung der Stadtratskandidatur von Kantons- und Gemeinderat Benno Scherrer-Moser. Der grünliberale Scherrer ist in der EVP durch seine Arbeit in der gemeinsamen Fraktion von EVP und Grünliberalen bestens bekannt und geniesst aufgrund seiner engagierten und sachbezogenen politischen Arbeit, vor allem aber auch seiner politischen Haltung grosses Vertrauen.
Zu den Abstimmungen vom 27. September 2009 äussert sich die EVP wie folgt: Einstimmig werden sowohl die Annahme der Teilrevision der Gemeindeordnung und der Totalrevision der Oberstufenschulgemeindeordnung der Stadt Uster empfohlen. Deutlich sprachen sich die Mitglieder auch für das städtebauliche Entwicklungskonzept «Zeughaus Zentrum», dem 5-Phasenplan des Stadtrates aus. Bezüglich der kantonalen Vorlagen schliesst sich die Ortspartei den Parolen der Kantonalpartei an, nein zur Verteilungsinitiative und zweimal ja zu den Kirchenordnungen der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Landeskirche. Auch zu den beiden Bundesvorlagen (IV-Zusatzfinanzierung und Verzicht auf allgemeine Volksinitiativen) empfielt die EVP Uster ein ja.
Vor der Parteiversammlung konnten sich die Mitglieder anhand einer Führung ein Bild des eindrücklichen Gewerbebetriebes der Kunz Baumschulen AG machen. Diese gehören zu den grösseren Baumschulen der Schweiz und haben in den letzten Jahren in eine innovative Anlage investiert. Auf einer Fläche von 15 ha werden Gehölze für Gärten, Stadtgrün und Parkanlagen kultiviert. Kunz führt eine eigene Kompostier-Anlage im offenen Verrottungsverfahren. Mittels eigener Schilf-Sand-Kläranlage wird der gesamte, beachtliche Wasserbedarf in vollständig geschlossenem Naturkreislauf selber aufbereitet.